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Renate Mohr

Meine Kaninchen und unsere Erlebnisse

von Purzel

bis Fipsy und Tinus

Kaninchen habe ich schon seit 1992, aber so weit möchte ich nicht zurückgehen. Die Geschichte soll 1998 beginnen, als ich Mucki als Gesellschaft für den bis dahin allein lebenden Purzel aus dem Tierheim geholt habe (Purzel war auch aus dem Tierheim).
(Purzel ist das schwarz-weiße Kaninchen).


Die beiden hatten etwas über 3 Jahre zusammen. An einem Abend im Oktober 2001 war Purzel ganz plötzlich sehr krank und ist innerhalb von wenigen Minuten gestorben. Ich habe ihn an der Koppel beerdigt, auf der damals mein Pferd war.

Mucki sollte sobald wie möglich wieder Gesellschaft bekommen und daher bin in der gleichen Woche noch ins Tierheim gefahren und habe Mobbeli als neuen Freund für sie geholt. Sie haben sich auch gleich gut verstanden.


Mobbeli und Mucki hatten fast 3 Jahre zusammen. An ich an einem Abend im August 2004 nach Hause kam, lag Mucki tot im Käfig. Am Morgen war sie noch fit, hat gefressen und keine Anzeichen einer Krankheit gezeigt. Sie war ca. 7 Jahre alt. Auch sie hat ihre letzte Ruhe an der Pferdekoppel gefunden, aber an einer anderen als Purzel, da das Pferd inzwischen umgezogen war in einen anderen Stall.

In der gleichen Woche habe ich Mobbeli mitgenommen ins Tierheim, weil er sich dort eine neue Freundin aussuchen sollte. Nach einigem Stress im Gehege hat er sich dann für Mini „entschieden“, mit der er sich auch zu Hause gut verstanden hat.


Sie waren leider nur 1 Jahr und 7 Monate zusammen. Eines Tages im März 2006 – ganz plötzlich – saß Mini teilnahmslos in der Ecke und hat nichts mehr gefressen. Ich bin sofort mit ihr zur Tierärztin. Mini wurde geröntgt und die Tierärztin hat einen Tumor oder ähnliches im Bauch gesehen und sagte, dass sie versuchen muss, das zu operieren. Dazu sollte es nicht mehr kommen. Als die Tierärztin anfing, den Bauch aufzuschneiden, kam schon der Eiter – der ganze Bauchraum war voll und Mini hatte einen großen Tumor am Darm. Es blieb nur noch die Erlösung durch einschläfern. Mini war nur 4 Jahre alt. Da draußen alles gefroren war, hatte ich leider keine Möglichkeit, Mini selber zu beerdigen und musste sie bei der Tierärztin lassen.

In der gleichen Woche noch bin ich wieder ins Tierheim und habe Fipsy als neue Freundin für Mobbeli geholt. Von den beiden zusammen gibt es leider kein Foto.

Das Jahr 2006 sollte kein gutes Jahr bleiben, was die Kaninchen betrifft.

Am Feiertag Christi Himmelfahrt 2006 war Mobbeli früh morgens plötzlich schwer krank. Er hatte überhaupt kein Gleichgewicht mehr und hat sich nur noch hin- und her geworfen. Trotz sofortigem Termin beim Tierarzt-Notdienst ist es ihm den ganzen Tag nicht mehr besser gegangen. Die Medikamente und das spezielle Futter haben ihm nicht mehr geholfen.

Spät abends ist er dann für immer eingeschlafen. Er ist 9 Jahre alt geworden und hat seine letzte Ruhe neben Mucki an der Pferdekoppel gefunden.

Jetzt war Fipsy alleine und sollte sobald wie möglich wieder Gesellschaft bekommen, aber diesmal sollte alles etwas länger dauern und sich einiges ändern.


Ich war mit Fipsy in zwei Tierheimen, damit sie sich einen neuen Freund aussuchen sollte, aber das hat überhaupt nicht funktioniert. Im Internet habe ich dann eine Kaninchenhilfs-Organisation gefunden, von der ich einen Rammler für Fipsy haben wollte. Über diese Organisation habe ich dann erfahren, wie richtige Haltung und Fütterung aussehen sollte. Fipsy sollte nicht mehr im Käfig leben und langsam auf Futter ohne Getreide (d.h. kein Fertig-Trockenfutter, Joghurtdrops und andere für Kaninchen ungesunden Sachen mehr).

Erst, wenn das alles abgeschlossen war, sollte der neue Rammler zu Fipsy kommen können, weil er schon „futtertechnisch“ umgestellt war. Eine Dame der Organisation war auch bei mir zu Hause, um sich zu überzeugen, wie Fipsys neuer Freund in Zukunft leben würde.

Ich habe dann erst einmal den Käfig dem Tierheim geschenkt und ein Gehegegitter gekauft, mit dem ich einen Teil meines Flurs als „Kaninchenzimmer“ abgegrenzt habe. Fipsy hat dann zwei Wochen lang jeden Tag etwas weniger Trockenfutter bekommen, bis sie dann gar nichts mehr bekam, sondern nur noch hauptsächlich Heu und Frischfutter wie Möhren usw. Es ist ihr alles gut bekommen. Zusätzlich bekam sie zur Stabilisierung der Verdauung noch Bene Bac Gel.

Nach ca. 4 Wochen war es endlich soweit und Napoleon durfte Ende Juni 2006 zu ihr. Sie haben sich schon am nächsten Tag gut verstanden nach anfänglichen kleineren „Jagereien“.


Fipsy und Napoleon waren leider nur bis 3. November 2006 zusammen. Ende Oktober war Napoleon plötzlich krank, hatte kein Gleichgewicht mehr und hat den Kopf schief gehalten. Es folgten tägliche Besuche bei der Tierärztin mit Infusionen, Antibiotikum und „Zwangsernährung“ (auch nachts) zu Hause mit Critical Care. Sein Zustand verschlechterte aber immer mehr und auf dem Weg zum letzten Tierarztbesuch ist er in der Transportbox schon fast gestorben. Es blieb nur noch Einschläfern. Napoleon durfte nur ein Jahr alt werden. Da es zu dieser Zeit draußen kalt war und alles gefroren, musste ich ihn bei der Tierärztin lassen, da ich ihn draußen nicht beerdigen konnte.

Jetzt war Fipsy wieder alleine (schon das zweite Mal in 2006). Diesmal bekam sie innerhalb von einer Woche ihren neuen Kameraden Tinus über dieselbe Organisation, von der ich auch Napoleon hatte. Mit Tinus hat sie sich auch bereits am nächsten Tag prima verstanden.


Das ist nur ein Foto von ganz vielen, die ich inzwischen von den zwei gemacht habe.

Vor kurzem hat Fipsy körperliche Probleme bekommen (sie ist jetzt 2 Jahre alt). Sie stand ständig „unter Strom“, hat Tinus dauernd „gerammelt“ und markiert (angepinkelt). Ich habe vorsichtshalber eine Ultraschall-Untersuchung in einer Tierklinik machen lassen, weil man ja inzwischen weiß, dass viele Weibchen ab dem Alter von 2 Jahren Probleme mit der Gebärmutter haben können. Bei Fipsy war die Gebärmutter zu dick und sie hatte Zysten auf den Eierstöcken. Deshalb ist sie diese Woche kastriert worden und hat zum Glück alles gut überstanden bisher. Die Entscheidung ist nicht leicht gefallen, da so etwas beim Weibchen ja ein großer Eingriff ist. Sie war die ersten Tage in einem Käfig (ausnahmsweise), damit sie ihre Ruhe hatte. Tinus hat fast nur noch auf dem Käfig gesessen; er hat das alles nicht verstanden. Sie musste die ersten beiden Tage mit Critical Care zugefüttert werden, aber jetzt frisst sie fast wieder normal.


Fipsy ist inzwischen aus dem Käfig raus, darf aber noch nicht auf Einstreu sitzen. Tinus versucht jetzt, „Chef“ zu sein und hat sie ziemlich heftig gejagt, nachdem sie wieder in „Freiheit“ war. Gestern mussten wir nochmal zur Kontrolle zum Tierarzt und durch den Aufenthalt in der Transportbox ist er etwas friedlicher geworden und jagt sie jetzt kaum noch.

Nächste Woche werden die Fäden noch gezogen und ich hoffe, ihr durch die OP schlimmere Krankheiten wie Tumore erspart zu haben.

Hier endet jetzt die Geschichte und ich hoffe, dass Fipsy und Tinus noch eine lange gemeinsame Zeit haben werden.



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